Der Berglsteiner See
Wenn du am Reintalersee bist und nach einem Ort suchst, der noch eine Spur magischer und ruhiger ist, dann ist der Berglsteiner See dein Ziel. Er liegt versteckt in einem dichten Wald oberhalb der Kramsacher Seenplatte und gilt als eines der schönsten Naturjuwele Tirols nahe dem Alpbachtal und Zillertal. Der See befindet sich auf einer Höhe von 713 Metern auf dem Gemeindegebiet von Breitenbach am Inn, direkt an der Grenze zu Kramsach. Er ist deutlich kleiner und flacher als der Reintalersee und besticht vor allem durch sein smaragdgrünes Wasser und die dichten Laubwälder, die bis direkt an das Ufer heranreichen. Da der See unter Naturschutz steht und als offizielles Naturdenkmal ausgewiesen ist, bleibt er von motorisiertem Verkehr völlig verschont, was die besondere Stille an diesem Kraftplatz erklärt. Hier ist alles, was du für deinen Besuch an diesem besonderen Kraftplatz wissen musst:

Zum Berglsteiner See wandern
Da du den See nicht direkt mit dem Auto anfahren kannst, beginnt das Erlebnis bereits mit einem kurzen Spaziergang oder einer kleinen Wanderung. Der klassische Weg startet am Parkplatz Reintalersee Ost in Kramsach. Von dort aus folgst du der Beschilderung Richtung Berglsteiner See über einen breiten Forstweg, der dich in etwa 30 bis 45 Minuten moderat bergauf führt. Dabei überwindest du rund 150 Höhenmeter auf dem sogenannten Leichter-Lernen-Wanderweg, der mit verschiedenen Übungstafeln zur Konzentration informiert. Mich persönlich haben diese Tafeln nicht angesprochen.
Die Legende vom versteinerten Liebespaar
Wenn du über die Wasseroberfläche blickst, werden dir sicher die zwei kleinen Felsinseln auffallen, die aus dem See ragen. Hinter diesen Steinen verbirgt sich eine tragische Sage. Es heißt, dies seien die versteinerten Körper eines Burgfräuleins vom Schloss Guckenbühl und eines armen Jägers. Da der Schlossherr strikt gegen ihre Verbindung war, hetzte er Hunde auf den Jäger, der schließlich in den See stürzte und ertrank. Aus tiefer Verzweiflung sprang das Mädchen ihrem Geliebten hinterher. Seither ragen die beiden als Felsen aus dem Wasser, um an diesem Ort auf ewig vereint zu sein.
Was tun am Berglsteiner See?
Ein gemütlicher Rundwanderweg führt dich in etwa 20 Minuten einmal komplett um den Berglsteiner See. Während der Wanderweg am Südufer breit und schattig ist, verläuft der Pfad am Nordufer auf einem schmalen Wandersteig. Er hat mich besonders gut gefallen, weil er direkt am Wasser entlang führt. Du kannst auch auf einen der Felsen am See klettern oder dich auf eine der Aussichtsbänke setzen – im Frühling und Herbst stehen sie ideal zum Sonnen.
Du kannst auch am Berglsteiner See schwimmen. Die Wasserqualität wird offiziell als ausgezeichnet eingestuft. Das Wasser ist glasklar, allerdings meist ein wenig kühler als im flacheren Reintalersee. Ein offizielles Strandbad mit Kiosk gibt es hier nicht. Am Ostende des Berglsteiner Sees ist aber ein kleiner Steg, wo du gut in das Wasser hineinkommst.
Wichtige Tipps für deinen Besuch
Beachte bei deiner Planung, dass der Forstweg vom Reintalersee Ost zwar kinderwagentauglich, aber etwas steil ist. Die Wanderung am Seeufer ist mit dem Kinderwagen am besten auf der breiteren Südseite machbar. Wirklich gut geht es mit Kinderwagen am Reintalersee. Falls du mit deinem Hund unterwegs bist, ist das am Berglsteiner See kein Problem, solange er an der Leine bleibt. Ein persönlicher Tipp für den perfekten Ausflug an den Berglsteiner See ist der Herbst, wenn sich die Buchenwälder rundherum leuchtend orange und gelb färben und sich das bunte Laub im stillen, grünen Wasser spiegelt.
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